Aktuelle Berichte

In der Regel kann ich bei meinen Besuchen im Nationalpark auch nach über 10 Jahre immer wieder etwas Neues entdecken und auch oftmals fotografisch festhalten.
Unter der Rubrik "Aktuelle Berichte",werde ich auf meiner Web Seite in Abständen davon berichten.

Beringte Singschwäne im NP Unteres Odertal festgestellt 2016/2017


Ende Dezember 2016 und Anfang Januar 2017, konnte ich erstmals bei Besuchen im Nationalpark zwei markierte Singschwäne beobachten und fotografieren.
Von der Nationalpark Verwaltung konnten die Beringunsorte an Hand der Halsmarken bestimmt werden.

Beide Vögel wurden in Lettland 2013/2014 beringt.

Winter Impressionen 2016/2017

Jetzt ist er endlich da, der Winter, auf den ich seit Jahren mit Sehnsucht gewartet habe!
Begonnen hat er wie die Letzten- nasskalt, wechselhaft und zu warm. Kurz vor dem Jahreswechsel besuchte ich den Nationalpark, um mir ein Bild von den Beständen an Wildvögel (Wintergäste) zu verschaffen.
Die Vielfalt an Vogelarten war sehr bescheiden, nur die Anzahl von Singschwänen übertraf meine Erwartungen erheblich.
Im direkten Oderbereich konnte ich bei einem wunderschönen Sonnenaufgang ca. 150-200 Tiere beobachten. Bei den Singschwänen, waren noch Knäkenten und eine kleine Gruppe von Zwergtauchern zu sehen. Größere Bestände an Graugänsen verließen bei meiner Ankunft fluchtartig das Gebiet.

Anfang Januar 2017, waren einzelne Schneeschauer im Nationalpark niedergegangen, die nicht lange liegen blieben. Dies änderte sich um den 10.Januar, in Folge einer längeren Frostperiode bis Ende Januar –mit teils ergiebigen Schneefällen. Nahezu die gesamten Wasserflächen in den Vor/Poldern froheren zu und im Hauptstrom der Oder, bildete sich Treibeis, das zur Einstellung der Schifffahrt führte.
Dies war für mich endlich der Startschuss, die lang ersehnte Foto Tour anzugehen.
Durch meine langjährigen Erfahrungen, vermutete ich einen der Aufenthaltsorte bzw. die Lage der Schlafplätze der Singschwäne im Park. In Folge der Vereisungen der Wasserflächen, sind diese sehr eingeschränkt, da Singschwäne grundsätzlich nur auf offene Wasserflächen übernachten.




Mit dem Aufsteigen der Sonne wachten die Singschwäne langsam auf und begannen ihr Gefieder zu putzen und sich zu baden. Auch kleinere Verbände begannen erste Balz Rituale.
Nicht lange nachdem die ersten Sonnenstrahlen die Baumwipfel überstiegen, verließen ganze Singschwan Familien den Schlafplatz sicherlich in Richtung Äsungsflächen (Rapsfelder). Diese Flugbewegungen verstärkten sich kontinuierlich, so dass nach ca. 1,5 Stunden nur noch ein viertel die Wasserfläche bevölkerten.

Bei der Absuche mit einem Fernglas, fiel mir ein Singschwan auf, der irgendetwas am Hals trug. Erst später am PC, konnte ich ein Registrierungsband ausmachen, in dem eine Zahlenfolge zu erkennen ist.

Insgesamt war dieser Morgen wieder einmal ein unvergessliches Erlebnis

Winter im Nationalpark Unteres Odertal 2015/2016

Winterlandschaft im Nationalpark

Nach meinen Aufzeichnungen waren die letzten drei Winter Perioden als solche nicht mit den da vorherigen zu vergleichen. Als letzte "klassischer Winter" sind mir die Perioden von 2011/2012 und in Teilen 2012/2013 in Erinnerung geblieben.
Alle wesentlichen Merkmale eines mitteleuropäischen Winters wurden da noch erreicht, u.a. langanhaltende Frost - Schneeperioden, die sich bis in den März 2013 hineinzogen. Diese führten zu einer durchgängigen Vereisung der Oder, einschließlich aller Einzugsflächen und Polder.
In Folge kamen die Überwinterungsgäste( hauptsächlich nordisch beheimatete Wasservögel wie u.a. Singschwäne, zwei Säger - und div. Enten Arten, ), nicht mehr an ihre Nahrungsquellen heran und zogen zu eisfreien Gebieten westwärts des Nationalparks. Hiervon waren auch die meisten Greifvögel betroffen. Nachtfröste von weit unter minus 20° traten über mehrere Wochen auf.



Singschwäne & Höckerschwan
"Eisring"

Ab dem Winter 2013 – 2015, waren die o.g. Erscheinungen bis auf kurze, aber heftige Kälteeinbrüche mit Vereisungen der Oder nicht mehr aufgetreten. Schneefälle blieben fast gänzlich aus und wenn, führen diese zu keiner langanhaltenden geschlossenen Schneedecke.
Als Naturfotograf, stelle ich mir bestimmte Landschaftssituationen vor, die es gilt, fotografisch festzuhalten. Also warte ich seit November2012 auf Gelegenheiten diese zu realisieren, aber bisher vergeblich!
Als in Berlin, Anfang 2016 Schneefälle einsetzten, war meine Hoffnung groß, dass ich nun meine Vorstellungen im Nationalpark umsetzen kann. Umso näher ich dem Nationalpark kam, des so dünner wurde die Schneedecke und war auf den Nationalpark Flächen nur noch sporadisch vorhanden. Durch die davor tagelangen Dauerfröste, war die Oder größtenteils zugefroren und von dem geringen Schneefall in der Nacht, erschien bis zum Sonnenaufgang eine optische geschlossene Schneedecke auf den Eisflächen.
Somit waren an den Rändern der Oder vereinzelte Panorama Aufnahmen mit „Schneeoptik “möglich.