The"Great Migration" (Die große Gnuwanderung)

@Kundenfoto Dr.Anders

In deren Schlepptau ziehen Löwen (solange sie kein eigenes Territorium haben), Geparden, Hyänen und allerlei Aasfresser (Geier und Marabus) mit, immer auf der Suche nach kranken, schwachen Tieren.

Auch der Leopard als standorttreues Raubtier fordert seinen Tribut. Wildhunde spielen dabei kaum noch eine Rolle, da sie durch den Menschen und deren Hunde( Staupe) sehr dezimiert worden sind.
Gleichfalls fordern die mehrmaligen Flußüberquerungen im Wanderzyklus erhebliche Opfer – teils durch Ersaufen, Verletzungen und durch die teilweise sehr großen Krokodiele (Mara Fluß und Grumeti).
Da die Wanderungen auch außerhalb der Naturschutzgebiete verlaufen, werden die Tiere durch die einheimische Bevölkerung gejagt oder innerhalb der NP gewildert.

Die Wanderungen finden im Wesentlichen in Uhrzeigerrichtung statt.
Jedoch kann es auch passieren, dass der Zug wieder zurück geht, weil es nochmals geregnet hat und das Gras wieder neu ausgetrieben ist.
Hauptsächlich den Gnus wird nachgesagt, dass sie riechen können, wo es zurzeit die besten Futterplätze gibt.
Das Tempo des Zuges wird maßgeblich von der jeweiligen Nahrungssituation und der Regenzeit bestimmt.
Jahreszeitlich befinden sich die Tiere vom Januar –  März meistens in der südlichen Serengeti. Hier bekommen die Huftiere ihre Jungen in so großer Zahl, dass sich ihre Überlebenschance wesentlich verbessert, da die Raubtiere ein Überangebot an Kälbern vorfinden.
Untersuchungen haben trotzdem ergeben, dass 40% der Jungtiere nicht älter als vier Monate werden.

In den Monaten April - Juni verlassen die Herden wieder dieses Gebiet und ziehen zwischen der östlichen Serengeti und dem Gebiet des Ngorongoro Kraters in den Norden der Serengeti(Grumeti Gebiet), je nachdem ob die Weideplätze dort wieder voll mit frischem Gras bewachsen sind.
Juli - Oktober: Die Gnus wandern weiter in Richtung Norden und verlassen den NP Serengeti und wandern in den NP Masai Mara/Kenia ein. Hier werden sie schon von den ausgehungerten Löwenrudeln erwartet. Sie ist die größte Population ganz Ostafrikas!
Von dort ziehen die Herden von der Keekorok Seite im Halbkreis bis zur Serena Seite, dabei werden der Talek Fluß und der Mara Fluß überquert.
November - Januar: Die Gnus ziehen die gleiche Route wieder zurück bis in die südliche Serengeti.